26. Februar 2015, in der Früh

Ich stehe in der Küche. Habe schon eine Suppe aufgestellt, den Ansatz für die Weiße Grundsauce zugestellt. Die Erdäpfel kochen auch schon. Wir haben doch wieder eine ganze Liste, was wir alles nachkochen müssen. Ich bin noch allein. Meine MitarbeiterInnen kommen erst um 10 Uhr. Ich mag diese Zeit, wenn wir mit den Vorbereitungen für das voll ausgebuchte Wochenende starten. Zwei Monate noch bis zur „Pause“. Jetzt wissen schon alle von meinem Entschluss. Es ist mir aus meiner Sicht bis jetzt recht gut gelungen, diesen meinen Schritt zu vermitteln, ich merke aber auch, dass mir mehr und mehr bewusst wird, was das wirklich bedeutet.

Zum Nachdenken bleibt aber jetzt nicht viel Zeit. Wenn ich mir das Märzprogramm anschaue, weiß ich, dass so richtig viel zu tun ist.
13 Veranstaltungen in einem Monat … das kann schon was.
Wer selber weiß, welchen Aufwand schon eine einzige Veranstaltung bedeutet, kann sich das sicher vorstellen. Wir sind eingespielt. Das Bühnenwirtshausteam und auch die Kulturinitiative-Crew schaffen es schon seit, Jahren gute Qualität mit „Leichtigkeit“ abzuliefern.

Ah ja, das Telefon läutet so im 10-Minuten-Takt. Habe die Stoppeln im Ohr … Kartenreservierung mit einer Tischreservierung … Besprechung des technischen Riders für Arstidir, ist das eine aufwendige Produktion … ob der Film für die EUXXL-Reihe gut angekommen ist … die Einladungen für das Fest der Veränderung sind auch fertig … ein Management fragt nach, ob wir im Herbst eh eine Vorpremiere machen können, leider nicht, im konkreten Gespräch merke ich selbst, das könnte noch schwierig werden….

In der Zwischenzeit sind meine MitarbeiterInnen eingetroffen – Bianca, Simon, Kveta, Carina, Ines … jetzt ist es mit der „Ruhe“ vorbei.  Wir bereiten heute gemeinsam wieder alles vor, damit wir am Wochenende und im nächsten Monat viele Gäste bewirten können. Damit wir vielen Menschen eine Freude machen können.
Routiniert gehen wir an die Arbeit heran, plaudern über dies und das. Die Stimmung ist gut, konzentriert, natürlich anders als sonst

Mein Entschluss, neue Wege zu gehen, hat für viele Menschen Auswirkungen. Das ist mir bewusst. Ich habe mir die Frage gestellt, wie ich meinem Umfeld die Veränderungen erleichtern kann. Dazu hat mir ein Coach schon im Herbst davor geraten: „Pass auf dich auf, schau auf dich, es wird dich an deine Grenzen bringen.“ Wie recht er doch hatte.

Ahja, so hat das Programm im März 2015 ausgesehen!

1. März – Chanson d’Amour  -11.00 Uhr Küchenbrunch –
6. März – Helene Blum & Harald Haugaard  – Dänischer Folk
7. März – Thomas Raab – Lesung aus seinem neuen Roman „Still“
8. März – Christoph Fälbl- „Viecherl & Co“ 14.00 Uhr
12. März – Herbert Steinböck & Thomas Strobl  – „Aramsamsam“
13. März – Celtic Spring Caravan  – FOLK aus Irland & Canada
14. März – 5/8erl in Ehrn – „Yes we does“
20. März – Andrea Händler- „Ausrasten“ – Ausverkauft
21. März – Andrea Händler- „Ausrasten“ – Ausverkauft
22. März – Andrea Händler- „Ausrasten“ – Zusatztermin
27. März – Christian Muthspiel – „für und mit ernst“
Fest zur Veränderung
28. März – Arstidir – Folk aus Island