Peter Ratzenbeck, für uns der erste „richtige“ Star, hat unsere Geschichte ganz besonders geprägt: Er hielt von Anfang an seine Gitarrenworkshops bei uns im Haus ab und gab alle zwei Jahre ein Konzert im Bühnenwirtshaus. Seiner Vermittlung ist es zu verdanken, dass ich Mitte Jänner 1995 dem damaligen Bürgermeister der Marktgemeinde Gutenbrunn, Dipl.-Ing. Ludwig Schnelzer, einen Besuch abstattete und  ihm ein Fax in die Hand drückte: ein fertiges Kulturprogramm, das in einem Ort im oberen Waldviertel geplant gewesen war, wo es nun Probleme gab. Er betrachtete das Fax und meinte trocken: „Des mach’ ma!“ Mit dieser spontanen Zusage konnten wir innerhalb kürzester  Zeit  mit der Marktgemeinde, dem Habsburg-Lothringen’schen Gut als Grundbesitzer, allen Vereinen des Ortes und mit Mario Prinz vom Verein für Kulturaustausch/Wien eine gute Lösung finden. Vom 15. – 18. Juni 1995 ging dann das erste von 10 Folkfestivals mit internationalen Künstlern und Bands über die Bühne; u. a. traten die Wiener Tschuschenkapelle, Peter Ratzenbeck, Lakis & Achwach, Lena Rothstein, Dervish, Andy Irvine und Chudoba am Hanslteich auf.
Bemerkenswert war dabei, dass die Vereine des Ortes gemeinsam für die Verpflegung der Besucher am Festivalgelände gesorgt haben. Vom Reinerlös bekam 20 % der Verein für Kulturaustausch, und der Rest konnte unter den örtlichen Vereinen aufgeteilt werden.Zur Festivalzeit gingen die Uhren ein wenig anders. Nach Ende des Programms am Festivalgelände wurde das Bühnenwirtshaus gestürmt, und die spontanen nächtlichen Sessions haben in der Szene Kultcharakter bekommen.  Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert, und nicht nur einmal begegneten sich Nachtschwärmer und Frühstücksgäste.