Regionale Wirtshäuser anders und neu bespielen und betreiben.
Impulsgeber in der Region!

Voraussetzungen:
Gaststätten am Land sind großteils Familienbetriebe im Haupt- und Nebenerwerb. Während das Dorfwirtshaus in früheren Zeiten eine aus dem Ortsleben nicht wegzudenkende Institution für Dorfgemeinschaft und -kommunikation darstellte, ist die Zahl der der traditionellen Wirtshäuser in den letzten Jahren stark zurückgegangen und wird sich zukünftig noch weiter verringern. Wird der hohe Einsatz, den das Betreiben einer Gaststätte erfordert, in Relation zur geringen Besucher/Innenfrequenz und damit zur Wirtschaftlichkeit gesetzt, erscheint das Führen eines Dorfwirtshauses nicht mehr lukrativ.



Die Idee
Ein Wirtshaus wird neben einem oder mehreren Gastronom/Innen, der/die ein Haus pachten, zusätzlich von regionalen Institutionen und/oder Initiativen genutzt, um sicherzustellen, dass das Haus sieben Tage pro Woche der regionalen Bevölkerung zur Verfügung steht.

Was ist möglich?
Wie kann ein solches Kooperationsprojekt umgesetzt werden?
Wo sind die Stolpersteine?
Welche rechtlichen Voraussetzungen gilt es zu beachten?
Wer organisiert was?

Pächter, Verpächter und Institutionen arbeiten gemeinsam an diesem besonderen Projekt. Anstatt sich in Räumlichkeiten zu treffen, die auf verschiedene Vereine  (Feuerwehr, Musikverein etc.) beschränkt sind, oder in sterilen Besprechungsräumen, steht der Bevölkerung ein Ort mit gemütlichem Wirtshausambiente zur Verfügung, der nach den jeweiligen Interessen genutzt werden kann.

Reguläre Gastronomie wird nur dann angeboten, wenn es sich auch lohnt. Drei Tage wird das Wirtshaus „ganz normal“ bespielt. Zu  bereits bekannten (Hoch-)Saisonzeiten und für besondere Anlässe (angemeldete Feiern etc.)  kann die Dauer des Gastronomiebetriebs nach Absprache verlängert werden. An den „gastrofreien“ Tagen steht das Haus als besondere Begegnungsstätte für Initiativen der Bevölkerung zur Verfügung.

Ein offenes Haus mit besonderem Programm (Beispiele):


gemeinsam Kochen und Essen:

generationenübergreifendes Kochen – Senioren kochen mit Jugendlichen nach alten und neuen Rezepten; Männerküche; Multikulti-Küche; wechselnde Mittagsmenügestaltung zum Selbstkostenpreis; Brot- und Kuchenbackstube für Veranstaltungen; Suppenküche für Bedürftige – Senioren kochen für Senioren; Marmeladetage – gemeinsam Einkochen, ein ev. Überschuss an Produkten kann im Wirtshaus weiterverwendet werden …

Gesundheitsthemen:
Naturküche; Vorträge; Raum für Yogastunden/ Männerturnen/ Mütter-Kinder-Turnen/ Massage …

Soziales:
Generationentreff – Jung trifft Alt;  Tanzabende; Sportübertragungen gemeinsam anschauen; Spiele-Nachmittage; Sozialberatung; Konfliktlösungsprogramme; Mediationen …

Kultur/ Fortbildung:
Filmclub – gemeinsam Filme schauen; Vorträge; Literatur; Dorfbibliothek; Dorfarchiv; Fotoausstellungen; Theateraufführungen; Konzerte …

Getränke und einfache Speisen werden auch an gastrofreien Tagen angeboten.
Es besteht kein Konsumzwang.

Wer kann sich an diesem Projekt beteiligen?
– Gemeinden können das Wirtshaus als Tagesheimstätte für ihre Gemeindebürger anbieten.
– Vereine, die kein Vereinslokal haben, können ihre Treffen im Wirtshaus abhalten.
– Private Runden (Kartenspieler, Schachspieler etc.) können sich anmelden, das Haus zu gewissen Zeiten zu nutzen.
– Das Wirtshaus kann für Sprechstunden genutzt werden (Mütterberatung, Sozialberatung, Rechtsberatung …) – Bei heiklen Themen können sich die Personen in eines der Extra-/ Gästezimmer zurückziehen.

Gemeinsame Investitionen
Nach einer Anlaufzeit können gemeinsame Investitionen getätigt werden. Zuerst wird das Modell anhand des „Forschungsprojekts“ auf Tauglichkeit überprüft, dann ein Zeitrahmen definiert, danach investiert.

Es gibt viele Gewinner
Gemeinden – es muss nicht in Gemeinschaftshäuser investiert werden
Gastwirte oder Pächter der Betriebe – neue Frequenz, die Kosten werden geteilt
Bevölkerung – es wird ein neuer Treffpunkt geschaffen, an dem man sich aktiv beteiligen kann und soll. Dieser Ort wird gemeinsam gestaltet.


Wer könnte dieses Vorhaben unterstützen?

Gastronomen
Gemeinden
Wirtschaftsressort der Länder
Wirtschaftskammer Österreich
Sozialministerium
Gesundheitsministerium
Kreditinstitute
An Nahversorgung interessierte Institutionen
Belieferer von Gastronomie
Vereine
Bevölkerung
Medien…