Der Lebensweg ist eine Chance, die Region im südlichen Waldviertel nachhaltig zu verändern.

Mit dem Lebensweg werden Ysper-Weitentalweg 22 und der Kremstalweg 625  zu einem einzigen Themen-Rundwanderweg mit einer Länge von 260 km verbunden. Die Idee baut auf bestehende Infrastruktur auf.

Seit April 2016 darf ich an diesem Projekt arbeiten. Inspiriert von drei Wanderungen am Johannesweg  (85 km) kam mir die Idee, wie es denn wäre, wenn man sein eigenes Leben durchwandern könnte. Da stieß ich dann auf Kremstal- und Yspertalweg, welche für die Landesausstellung in Pöggstall als Echtdeckungsrouten adaptiert wurden. Und sofort war klar, wo der Weg verlaufen sollte: nämlich hier, in unserer eigenen Lebensumgebung, bei uns!

Eröffnung des Lebenswegs war am 21. Mai 2018

Der Lebensweg – eine Bühne für Wanderer und die Region

Das südliche Waldviertel bietet Einblicke in das eigene Leben. Und zwar, indem es durchwandert wird. Von der Geburt bis zum Tod und darüber hinaus führt der 260 Kilometer lange Lebensweg durch 13 verschiedene Lebensetappen, durch 22 Gemeinden aus der Region und durch die drei Bezirke Melk, Zwettl und Krems. Die Idee dazu kam von Dieter Juster (Lebens & Betriebs Kultur), umgesetzt wurde sie gemeinsam mit dem Verein Lebensweg, der im Juli 2017 gegründet wurde.

„Wir alle tragen die Botschaft des südlichen Waldviertels hinaus“

In Braunegg ging am Pfingstmontag die feierliche Eröffnung des Lebensweges über die Bühne. „Dieter Juster hat eine Bühne für die Wanderer und für die Region geschaffen. Es geht darum, dass ein Angebot in der Region und für die Region geschaffen wird. Und das ist uns geglückt“, betonte Landtagsabgeordneter Karl Moser und erklärte den Lebensweg für „eröffnet“. Für dieses Angebot wurden der Ysper-Weitentalweg und den Kremstalweg zu einer Achterschleife verbunden.

„So ist es uns gelungen, ein tolles touristisches Leitsystem für die Region zu erstellen“, lobt Veronika Schroll, Obfrau-Stellvertreterin vom Verein Lebensweg. Für Ingrid Kleber bedeutet das Projekt eine Grenzüberschreitung: „Ich war begeistert, wie viele Menschen hier mitwirken. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir alle die Botschaft des Waldviertels hinaustragen wollen. Man überschreitet Grenzen, und das in der eigenen Region.“

Als Begleiter auf der rund 14-tägigen Reise können die Wanderer durch das „TourenTAGEbuch“ unterstützt werden. Das beinhaltet Informationen zu den Highlights auf der Tour, Wanderkarten und genügend Platz, um seine Erlebnisse selbst festzuhalten. „Unsere nächste wichtige Aufgabe ist es, dass jeder, der in die Region kommt, ein Stück Lebensweg kennen und schätzen lernt“, wünscht sich Waldviertel Tourismus-Geschäftsführer Andreas Schwarzinger.

 

WUNDERBOXEN. Irritation am Lebensweg.

Im Zuge der Lebensweg-Eröffnung wurde auch das Projekt „Wunderboxen“ durch Projektleiter Thomas Heindl vorgestellt. Diese Wunderboxen sind technische Einrichtungen, die auf Bewegung reagieren. „Man stellt sie an Orte, wo man nichts vermutet. Wenn man vorbei kommt, reagieren sie“, erklärt Heindl. Auf der ehemaligen Poststraße sind beispielsweise galoppierende Pferde und ein Posthorn zu hören. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, wechseln Standort und Sounds immer wieder. Im Zuge der Eröffnungswanderung waren auch der Waldviertler Autor Thomas Sautner in der Natur zu erleben. Irritiert wurden die Wanderer auch von Geo popoff, einem jungen Beatboxer, im Wald.

 

 

 

Zur Info:

Lebenswegpräsentation

Entwicklungsmöglichkeiten Lebensweg

Lebensweg Kurzkonzept